Warum das Thema so wichtig ist
Die Zahlen der Stadt
1,02Zentralität: Der Einzelhandel setzt so viel um, wie die Lüdenscheider selbst an Kaufkraft haben. „Keine nennenswerten Kaufkraftzuflüsse“ von außen.
494 Mio. €einzelhandelsrelevante Kaufkraft der Lüdenscheider im Jahr, bei 98,7 Prozent des Bundesschnitts je Kopf.
− 77Einzelhandelsbetriebe seit 2013, das sind 17 Prozent, bei fast gleicher Verkaufsfläche.
Quelle: Einzelhandelskonzept Lüdenscheid 2023, 2. Fortschreibung (Junker + Kruse, Erhebung 2021), Ratsbeschluss vom 11.12.2023, PDF der Stadt (S. 46, 53, 122). Wo diese Zahlen in der Stadt sichtbar werden, zeigt unsere Leerstand-Karte.
Was nicht in Lüdenscheid ausgegeben wird, fehlt hier als Umsatz, als Arbeitsplatz, als Gewerbesteuer und als Grund, einen Laden zu eröffnen.
Kaufkraftbindung heißt deshalb nicht „kauft lokal“ als Appell, sondern ein Instrument, mit dem Geld gar nicht erst woanders landen kann.
Was das für die Stadt bedeutet
Eine Beispielrechnung
50Betriebe geben ihrem Team den Lüdenschein
× 20 × 50 €Mitarbeitende je Betrieb, 50 Euro im Monat
600.000 €Kaufkraft im Jahr, die sicher in Lüdenscheid landet
Beispielrechnung von WIR für Lüdenscheid e.V., keine Prognose: 50 Betriebe × 20 Mitarbeitende × 50 Euro × 12 Monate.
Dieses Geld geht nicht in den Online-Warenkorb und nicht nach Dortmund, sondern an die Bäckerei, das Modehaus, das Restaurant, den Optiker in Lüdenscheid.
Je mehr Betriebe mitmachen, desto eher lohnt sich für Gründerinnen und Gründer ein Laden in einem der Häuser, die heute leer stehen. Kaufkraftbindung und Leerstand sind zwei Seiten derselben Sache.