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Leerstand neu denken. Und machen: Unsere Leerstand-Karte ist online

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Leerstand neu denken. Und machen: Unsere Leerstand-Karte ist online

Wo heute ein leeres Schaufenster ist, könnte morgen eine Pizzeria mit Terrasse sein, ein Atelier, ein Treffpunkt für Vereine oder ein Freizeit- und Tourismuszentrum. Mit unserer neuen Leerstand-Karte laden wir alle Lüdenscheiderinnen und Lüdenscheider ein, gemeinsam neue Ideen für die Innenstadt zu entwickeln.

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Bei Fotorundgängen haben wir im Oktober 33 leere Ladenlokale in Alt- und Innenstadt fotografiert und auf die Karte gestellt. Bei vielen steht schon dabei, was früher drin war, von der Adler-Apotheke über das Modehaus Strodel & Jäger bis zum Musikhaus Auth. Viele Menschen verbinden mit diesen Häusern Erinnerungen, und genau daraus können neue Ideen entstehen.

So machst du mit

  • Leerstand melden: Foto machen, auf der Karte eintragen, fertig. Wir schauen uns jedes Foto an, bevor es erscheint.
  • Idee einbringen: Tipp auf einen Leerstand und schreib dazu, was dort entstehen könnte, auf Zeit oder auf Dauer.
  • Daumen hoch: Ideen, die viele gut finden, lassen wir visualisieren, damit man sieht, wie das Haus aussehen könnte.
  • Mit anpacken: Du willst bei einer Idee helfen? Trag dich direkt bei der Idee ein.

Gesucht werden Ideen für beides: für eine Zwischennutzung auf Zeit, zum Beispiel ein Schaufenster als Ausstellungsraum für Kunst und Schulen oder ein Pop-up-Laden zum Ausprobieren, und für eine dauerhafte neue Nutzung durch Kultur, Soziales, Bildung, Gastronomie, Handwerk oder Handel.

Wilhelmstraße 20, das frühere Café mou: vorher und so könnte ein Freizeit- und Tourismuszentrum aussehen. KI-Visualisierung, Foto: Marc Tegtmeyer
Wilhelmstraße 20, das frühere Café mou: vorher und so könnte ein Freizeit- und Tourismuszentrum aussehen. KI-Visualisierung, Foto: Marc Tegtmeyer

Zwei Visualisierungen gibt es schon: Das leere Eckhaus Turmstraße 2 in der Altstadt wird darin zur Pizzeria mit Terrasse, das frühere Café mou in der Wilhelmstraße 20 zum Freizeit- und Tourismuszentrum, einem Projekt, für das wir uns seit Langem einsetzen. Auf der Karte ist für jeden Leerstand zu sehen, wie weit er ist: gesammelt, im Gespräch mit Eigentümern und Stadt, mit Pate, umgesetzt.

Viele Wege, ein Ziel

Für die Zukunft der Häuser gibt es mehrere Wege: Zwischennutzungen gemeinsam mit den Eigentümern, das Programm „Dein Laden“ mit bis zu 80 Prozent Mietnachlass, Pop-ups und Kooperationen von Betrieben, Vereinen und Initiativen. Für Häuser, die seit Jahren leer stehen, schlagen wir zusätzlich einen Weg vor, den andere Städte bereits gehen: Die Stadt oder ihre Entwicklungsgesellschaft kauft einzelne Ladenhäuser, saniert sie mit Mitteln der Städtebauförderung und entscheidet selbst, wer einzieht. Hanau, Monheim am Rhein, Tuttlingen, Steinheim, Coburg und Gelsenkirchen haben so aus leeren Häusern Cafés, Kulturorte und Wohnungen gemacht.

Das Einzelhandelskonzept der Stadt, das der Rat im Dezember 2023 beschlossen hat, empfiehlt ein gezieltes Leerstandsmanagement, ausdrücklich auch mit Blick auf Kunst, Kultur, Bildung, Gastronomie und Dienstleistung. Unsere Karte ist ein Beitrag dazu, gemeinsam mit Stadt, Eigentümern und allen, die Ideen haben.

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